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Waizmann   Lexikon

Gaumennahterweiterung



Sehr viele Patienten in der Kieferorthopädie haben einen zu schmalen Oberkiefer, was man an weit vorstehenden oberen Schneidezähnen oder außen stehenden Eckzähnen erkennen kann. Bislang wurde das mit herausnehmbaren Spangen über viele Monate und Jahre behandelt. Diese behindern aber beim Sprechen und werden daher von Kindern nur sehr widerwillig regelmäßig getragen - das führt zu einer Verlängerung der Behandlungsdauer bzw. gefährdet sogar den Erfolg.


Wie funktioniert die Gaumennahterweiterung?


Mit einer schlanken, festsitzenden Apparatur, der Gaumennahterweiterung, kurz GNE, kann der Oberkiefer sehr effektiv verbreitert werden, ohne dass die Kinder dadurch belastet werden. Anders als bei herausnehmbaren Spangen werden mit der GNE nicht die oberen Zähne nach außen gekippt, sondern es wird neuer Kieferknochen gebildet. Dies geht so einfach, weil der Kieferknochen eine Mittelnaht hat, die eine natürliche Wachstumsfuge ist. Die beiden Hälften können mit der GNE sanft auseinander gedrückt werden. Auf diese Weise kann der Oberkiefer in vier Wochen um 5 Millimeter oder auch mehr erweitert werden.


Da die GNE weder beim Essen noch beim Sprechen besonders hinderlich ist, kann man von einer ausgesprochen kinderfreundlichen Methode sprechen. Als wichtige Zugabe wird durch die GNE die Nasenatmung verbessert, denn der Oberkiefer ist nicht nur das Dach der Mundhöhle, sondern gleichzeig der Boden der Nasenhöhle. Die GNE kann auch bei Erwachsenen angewendet werden. Hier erfolgt vorher eine chirurgische Schwächung der Seitenwände des Oberkiefers mittels einer Operation.


Leisten Zahnzusatzversicherungen für Gaumennahterweiterung?


Bei dieser Behandlungsmethode handelt es sich um eine relativ neuartige Maßnahme, die im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen nicht aufgeführt ist. Entsprechend müssten die Kosten für so eine Maßnahme vom Versicherten selbst getragen werden. Die privaten Zahnzusatzversicherungen leisten für diese neuartige Behandlungsmethode ebenfalls zumeist noch nicht. Es ist aber damit zu rechnen, dass zukünftig nach und nach diese Methode in den Leistungskatalog - zumindest der privaten Krankenversicherer - aufgenommen wird.

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