Das Original seit 1995|von Zahnärzten empfohlenDigitalausgabe|Stand KW 21 / 2026

Beim offenen Biss liegen die Zahnreihen nicht übereinander. Es liegt ein Spalt dazwischen. Der offene Biss kann im Vorderzahnbereich vorkommen (meist) oder im Seitenzahnbereich (selten). Insbesondere Daumenlutschen oder die Verwendung von Schnullern über das Säuglingsalter hinaus können zu einen offenen Biss an den Frontzähnen führen. Dies kann Schwierigkeiten bei der Entwicklung der Sprechfähigkeit nach sich ziehen, da die Zunge aufgrund der elliptisch geformten Lücke zwischen den Schneidezähnen in eine Fehlstellung gelangt. Der Patient hat zudem Schwierigkeiten, mit den Schneidezähnen ab zubeißen. Auch zieht der offene Biss häufig eine Mundatmung nach sich, was den Mundraum zu sehr austrocknen lässt. Die Zähne werden nicht ausreichend von Speichel umspült. Ein offener Biss wird häufig mit einer herausnehmbaren Spange behandelt. Die Behandlung wird in vielen Fällen komplett von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet. Werden spezielle Geräte gewünscht bzw. verwendet, kann es aber auch zu privaten Mehrkosten kommen. In manchen Fällen wird der Kieferorthopäde auch eine feste Spange anraten. Auch hier gilt – bei entsprechender Einstufung zahlt die Behandlung die Krankenkasse, allerdings immer nur mit herkömmlichen Brackets und Bögen. Moderne Zahnzusatzversicherungen decken hier eventuelle Mehrkosten umfangreich ab.

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