Alle 1–2 Jahre testet Stiftung Warentest / Finanztest Zahnzusatzversicherungen. In der Ausgabe 6/2022 wurden 267 Zahn-Tarife getestet. Davon sind 111 Zahnzusatzversicherungen mit „sehr gut" bewertet, 26 mit Best-Note 0,5 ausgezeichnet. Unser Experten-Team hat den aktuellen Test analysiert und mit der WaizmannTabelle 8-Jahres Realwert-Methode verglichen. Das sind die wichtigsten Unterschiede:
Fokus auf Zahnersatz
Stiftung Warentest analysiert Zahnzusatzversicherungen ausschließlich nach der Leistung für Zahnersatz. Zahnbehandlungen fließen nicht in die Bewertung mit ein. Da sich ein großer Teil der zahnärztlichen Praxis um Zahnbehandlungen und Prophylaxe dreht, greift das Testverfahren hier zu kurz.
Bewertung von Leistungsbegrenzungen
Sowohl Stiftung Warentest als auch WaizmannTabelle beziehen anfängliche Summenbegrenzungen in ihr Testverfahren mit ein. WaizmannTabelle wendet sie 1:1 an, Stiftung Warentest bringt sie nur als Prozentwert (10 %) in die Bewertung mit ein. Bei anfänglicher Wartezeit wird das Qualitätsurteil um 0,1 abgewertet.
Unterscheidung nach Altersgruppen
Im Testverfahren von Stiftung Warentest wird nach drei Modell-Kunden im Alter von jeweils 43 Jahren unterschieden. Damit kommt die Unterscheidung nach Altersgruppen zu kurz: Kinder und Jugendliche benötigen kieferorthopädische Leistungen, während 60Plus-Patienten Tarife mit starken Zahnersatz-Leistungen brauchen.
Unser Fazit
Auswertungen von Stiftung Warentest und anderen Test-Magazinen geben dem Verbraucher nur einen groben Marktüberblick. Die individuelle Vorgeschichte in puncto Zahngesundheit können diese Tests nicht abbilden – und damit keine verbrauchergerechte Tarif-Empfehlung geben.